Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 17.05.2010

   
 

Der Trainersohn sorgt für ein versöhnliches Irmenacher Ende

Handball-Oberliga: HSG erreicht ein Remis gegen Vizemeister Saulheim

HSG Irmenach/Kleinich/H. - SG Saulheim 30:30 (14:16)

KLEINICH. Versöhnlicher Abschluss für die Oberliga-Handballer der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch: Gegen den Tabellenzweiten SG Saulheim gab es ein 30:30-Unentschieden. „Und das war viel umjubelt“, erinnert sich Trainer Norbert Stelmach.

Immerhin hatte seine Mannschaft im letzten Saisonspiel noch mal zu bewährter Form gefunden und am Ende verdient einen Punkt in der Hirtenfeldhalle behalten. „Matchwinner“ war Trainersohn Christopher Stelmach, der nach seiner monatelangen Verletzungspause das Zepter in die Hand nahm und seine Leistung mit dem Ausgleich kurz vor der Schlusssirene krönte. „Man sagt mir ja nach, dass ich Christopher oft kritisiere, aber dieses Mal verdient er Lob, er hat ein tolles Spiel gemacht“, so Vater Stelmach.

Doch auch der Rest des Teams verdiente sich ein Kompliment: „Einstellung und Kampf haben absolut gestimmt.“ Dabei hatte Irmenach auf Torhüter Sebastian Bachmann, der schon seit Wochen mit Schulterproblemen zu kämpfen hat, verzichten müssen. Für ihn war Nachwuchskeeper Pascal Olivier in die Bresche gesprungen, der sogar seinen Urlaub unterbrochen hatte. „Das verdient natürlich ein Extra-Lob“, so Stelmach. Der konnte übrigens mit der Anfangsphase seiner Mannschaft nicht zufrieden sein: Schnell lagen die Gastgeber mit 0:3 und 4:9 im Hintertreffen. Alles schien also den gleichen Gang zu nehmen, wie so oft in letzter Zeit. „Dann hat die Mannschaft allerdings Moral bewiesen und sich auf 8:9 herangekämpft“, so der Coach.

Nach der Pause versäumte es Irmenach dann, in Führung zu gehen. „Wir haben drei große Möglichkeiten ausgelassen“, erinnert sich Stelmach. Zwischenzeitlich lagen die Gäste mit 18:15 in Front, ehe die HSG – allen voran der Trainer-Sohn – wieder besser aufkamen.

Bis zum Ende wechselte die Führung dann munter hin und her, kein Team konnte sich absetzen, ehe Irmenach sich 40 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem 29:30-Rückstand konfrontiert sah. Stelmach nahm eine Auszeit und ging mit sieben Feldspielern in die Schlussphase. Mit einem „Gewaltwurf“ besorgte dann Christopher Stelmach den Ausgleich. „Das war ein gelungener Abschluss“, sagte Norbert Stelmach. (ter)

Irmenach: Endel, Olivier – Brahmann, Stein (2), Berg (2), Stoffel (1), Keitsch (1), Peltsch (2), Vasek (3), Stelmach (7), Gedert (4), Faust, Shalimov (2), Muliqi (6).

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 17. Mai 2010, Seite 23

Hast du gut gemacht: Irmenachs Trainer Norbert Stelmach herzte seinen Sohn Christopher nach seinem Tor in letzter Sekunde zum 30:30 gegen Saulheim. Foto: Joachim Hähn


 

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