Der Trainersohn sorgt für ein versöhnliches Irmenacher Ende
Handball-Oberliga: HSG erreicht ein
Remis gegen Vizemeister Saulheim
HSG Irmenach/Kleinich/H. -
SG Saulheim 30:30 (14:16)
KLEINICH. Versöhnlicher Abschluss
für die Oberliga-Handballer der HSG
Irmenach/Kleinich/Horbruch: Gegen den
Tabellenzweiten SG Saulheim gab es ein
30:30-Unentschieden. „Und das war viel
umjubelt“, erinnert sich Trainer Norbert
Stelmach.
Immerhin hatte seine
Mannschaft im letzten Saisonspiel noch
mal zu bewährter Form gefunden und am
Ende verdient einen Punkt in der
Hirtenfeldhalle behalten. „Matchwinner“
war Trainersohn Christopher Stelmach,
der nach seiner monatelangen
Verletzungspause das Zepter in die Hand
nahm und seine Leistung mit dem
Ausgleich kurz vor der Schlusssirene
krönte. „Man sagt mir ja nach, dass ich
Christopher oft kritisiere, aber dieses
Mal verdient er Lob, er hat ein tolles
Spiel gemacht“, so Vater Stelmach.
Doch auch der Rest des Teams
verdiente sich ein Kompliment:
„Einstellung und Kampf haben absolut
gestimmt.“ Dabei hatte Irmenach auf
Torhüter Sebastian Bachmann, der schon
seit Wochen mit Schulterproblemen zu
kämpfen hat, verzichten müssen. Für ihn
war Nachwuchskeeper Pascal Olivier in
die Bresche gesprungen, der sogar seinen
Urlaub unterbrochen hatte. „Das verdient
natürlich ein Extra-Lob“, so Stelmach.
Der konnte übrigens mit der Anfangsphase
seiner Mannschaft nicht zufrieden sein:
Schnell lagen die Gastgeber mit 0:3 und
4:9 im Hintertreffen. Alles schien also
den gleichen Gang zu nehmen, wie so oft
in letzter Zeit. „Dann hat die
Mannschaft allerdings Moral bewiesen und
sich auf 8:9 herangekämpft“, so der
Coach.
Nach der Pause versäumte
es Irmenach dann, in Führung zu gehen.
„Wir haben drei große Möglichkeiten
ausgelassen“, erinnert sich Stelmach.
Zwischenzeitlich lagen die Gäste mit
18:15 in Front, ehe die HSG – allen
voran der Trainer-Sohn – wieder besser
aufkamen.
Bis zum Ende wechselte
die Führung dann munter hin und her,
kein Team konnte sich absetzen, ehe
Irmenach sich 40 Sekunden vor der
Schlusssirene mit einem 29:30-Rückstand
konfrontiert sah. Stelmach nahm eine
Auszeit und ging mit sieben Feldspielern
in die Schlussphase. Mit einem
„Gewaltwurf“ besorgte dann Christopher
Stelmach den Ausgleich. „Das war ein
gelungener Abschluss“, sagte Norbert
Stelmach. (ter)
Irmenach:
Endel, Olivier – Brahmann, Stein (2),
Berg (2), Stoffel (1), Keitsch (1),
Peltsch (2), Vasek (3), Stelmach (7),
Gedert (4), Faust, Shalimov (2), Muliqi
(6).
Rhein-Hunsrück-Zeitung
vom Montag, 17. Mai 2010, Seite 23

Hast du gut gemacht:
Irmenachs Trainer Norbert Stelmach
herzte seinen Sohn Christopher nach
seinem Tor in letzter Sekunde zum 30:30
gegen Saulheim. Foto: Joachim Hähn