Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 10.05.2010

   
 

Schröder stellt Irmenach kalt

Handball-Oberliga: Vallendars Rückraumschütze ist von Irmenach nicht zu stoppen – TVV vor Aufstieg

Handballherz was willst du mehr – volle Hütte, tolle Stimmung, rassige Zweikämpfe, sehenswerte Treffer, ein Comeback und, zumindest aus Sicht der meisten Anwesenden, ein berauschender Erfolg Vallendars gegen Irmenach.

TV Vallendar - HSG Irmenach/K./H. 29:21 (14:9)


VALLENDAR. Nach dem 29:21 gegen die HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch stehen die Oberliga-Handballer des TV Vallendar kurz vor dem Aufstieg in die 3. Liga. Am letzten Spieltag reicht dazu ein Unentschieden.

Tabellenführung, Derby-Charakter, Verabschiedung des TVV – welcher Grund es auch immer gewesen sein mag, der einen dazu brachte, in die Konrad-Adenauer-Halle auf den Mallendarer Berg zu gehen, um sich die Oberliga-Partie anzusehen, seine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die bis auf den letzten Sitzplatz gefüllte Heimstätte (rund 500 Zuschauer) des TV bereitete der Begegnung eine würdige Kulisse, die Mannen auf dem Spielfeld sorgten für einen fairen und attraktiven Handballabend, bei dem der Gastgeber unter Zugzwang stand. Denn eine Niederlage hätte zwangsläufig den Verlust der Tabellenführung und damit wohl auch das Ende der Aufstiegsträume bedeutet.

„Das Spiel hat gezeigt, welch gutes Nervenkostüm meine Mannschaft hat. Sie ist selbstbewusst und sicher aufgetreten und hat sich aufgrund der Tabellensituation nicht verrückt machen lassen“, schickte TV-Trainer Wolfgang Reckenthäler ein großes Kompliment in Richtung seiner Spieler. Konzentriert und unnachlässig drückten die Hausherren aufs Tempo, und einer stach besonders hervor. Goalgetter Mischa Schröder klinkte den Gästen fast nach Belieben Tor um Tor ein. In Halbzeit eins, die 14:9 endete, allein neun Treffer bei zehn Versuchen, am Ende waren’s elf. Somit hatte der Spieler auf der linken Rückraumposition nicht nur eine erstklassige Quote, sondern in Hälfte eins genauso viele Tore auf dem Konto wie die Gäste. HSG-Akteur Rene Vasek, der den beruflich verhinderten Coach Norbert Stelmach auf der Bank vertrat, konstatierte nach dem Abpfiff einen zu harmlosen Angriff der Irmenacher: „Wir wollten hier das Spiel etwas langsamer aufziehen, um nicht ins offene Messer zu rennen. Doch die vielen unvorbereiteten Würfe waren Gift für uns und ein Geschenk für Vallendar.“

Ab der 44. Spielminute stellte Reckenthäler dann einen „Bubi“-Trupp auf das Parkett, der nicht nur den Abstand hielt, sondern sogar bis auf maximal zehn Tore (24:14, 50.) ausbauen konnte. Am Ende stand es 29:21. Reckenthäler sagte: „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft. Sie ist jederzeit taktisch in der Lage, Vorgaben umzusetzen. Die jungen Leute haben ihre Aufgabe sehr ordentlich gelöst. Immerhin ist die HSG ja keine schlechte Mannschaft.“

Robert Eifler

Irmenach: Bachmann, Endel – Stelmach (2), Sveinsson, Faust, Brahmann (4), Stein, Shalimov (6), Stoffel (4), Keitsch, Peltsch (1), Vasek (3/2), Gedert, Mulliqi (1).

Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Montag, 10. Mai 2010, Seite 26


 

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