Drei Wochen ist es erst her,
als die HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch
beim TV Moselweiß mit 25:30 unterlag. Am
heutigen Samstag (19.30 Uhr) ist Zeit
für die Revanche. Moselweiß gastiert zum
Rückspiel in der Hirtenfeldhalle.
KLEINICH. Martialisch angehauchte
Zeitgenossen würden sagen: Die HSG
Irmenach/Kleinich/Horbruch lechzt nach
Rache. Norbert Stelmach drückt sich weit
vornehmer aus: "Die Niederlage ist uns
noch frisch in Erinnerung, insofern muss
ich niemanden groß motivieren." Gemeint
ist in beiden Fällen natürlich das
Gleiche: Die HSG will beim TV Moselweiß
unbedingt sportliche Revanche nehmen für
das 25:30 vor drei Wochen im Hinspiel.
Es war der Tag, an dem Stelmach die
Aufstiegsträume der Irmenacher endgültig
begrub. "Wir haben uns den einen oder
anderen Ausrutscher mehr geleistet als
die vorne", stellt Stelmach nüchtern
klar, um dann aber doch zuzugeben: "Wenn
man sieht, wie die anderen jetzt auch
patzen und was möglich gewesen wäre,
wenn wir mit voller Mannschaftsstärke
immer hätten trainieren können, dann tut
das schon weh." Der Trainer des TV
Moselweiß, Joachim Vogt, sieht das
genauso: "Wenn die nicht ständig diese
Ausfälle hätten, dann wäre an der Spitze
kein Duo sondern ein Trio. Mit Shalimov,
Stein, Gedert, Muliqi und Vasek ist das
eine richtig starke Truppe."
Stelmach erinnert sich nur ungern an
das Hinspiel: "Wir waren natürlich nicht
so gut besetzt, aber irgendwie auch
immer zu langsam und zu träge." Vogt
schiebt den Sieg freilich auch auf die
Klasse seiner Mannschaft: "Wir hatten
die Irmenacher Jungs gut im Griff und
haben sie nicht stark werden lassen." In
Stelmachs Augen eine vollkommen
zulässige Sichtweise: "Moselweiß ist zu
Hause zwar stärker als auswärts, aber
wer auch Saulheim schlägt, der hat schon
große Qualität. Wir müssen auf jeden
Fall hellwach sein."
Die Ausgangslage für die Partie ist
auf jeden Fall spannend: Die Moselweißer
können sich weiter an das obere
Tabellendrittel heranpirschen, die HSG
kann ihre Minimalchance noch aufrecht
erhalten. Denn vielleicht patzen
Vallendar und Saulheim ja noch einmal.
Stelmach freilich hält sich mit
diesen Überlegungen nicht auf, sondern
kümmert sich um seine eigene
Aufstellung. Dabei werden sein Sohn
Christopher (wegen einer Erkältung) und
Johann Sveinsson (Stelmach über den
Piloten: "Der muss fliegen") fehlen. Ein
Fragezeichen steht wie immer
berufsbedingt hinter Michael Stein. Auch
Matthias Faust konnte wegen einer "Magen-Darm-Geschichte"
nicht trainieren, doch telefonisch gab
er beim Trainer schon Entwarnung. Klar,
schließlich soll die Revanche gelingen.
(sn)

Am Kreis geht´s zur Sache. Nico Gedert
(Mitte) ist das gewöhnt und wird sich auch
am heutigen Samstag gegen Moselweiß wieder
in die Bresche werfen. Foto: Joachim
Hähn