KASTELLAUN/KLEINICH. Eigentlich
standen die Zeichen bei den
Rheinlandliga-Handballerinnen
aus Kastellaun und Simmern sowie aus
Irmenach, Kleinich und Horbruch am
Wochenende auf Sieg. Beide Teams standen
zu Hause vor durchaus lösbaren Aufgaben,
doch beide Teams enttäuschten. Am Ende
sprang nur ein magerer Zähler heraus.
HSG
Kastellaun/Simmern -
SF Neustadt
19:19 (10:7)
Nicht der Punktverlust, vielmehr das
Zustandekommen des Unentschiedens gegen
den Tabellenletzten ärgerte HSG-Trainer
Laszlo Gilanyi: "Wir haben einfach
schlecht gespielt. Keine der
Spielerinnen reichte an ihre Normalform
heran." Dabei sah es zwischenzeitlich
eigentlich so aus, als liefe alles nach
Plan: Zur Halbzeit führten die
Gastgeberinnen mit drei Toren und bauten
den Vorsprung im Verlauf der zweiten
Halbzeit sogar noch auf fünf Zähler aus.
"Dann haben wir uns eine Schwächephase
geleistet, und Neustadt konnte zum 16:16
ausgleichen", schilderte Gilanyi. In der
Folge sah sich seine Mannschaft sogar
mit 17:18 und 18:19 im Hintertreffen.
"Am Ende hatten wir noch Glück, dass wir
nicht verloren haben", so der
enttäuschte HSG-Coach.
Kastellaun: Dämgen, E. Hack
- Korbion, Klumb
(1), Stemann, Vollrath (3), De Vries
(3), Rau (1), Kurz (2), A. Hack, Schüler
(5/4), Wilhelm (4), Berg, Luft.
HSG
Irmenach/Kleinich/Horb.
- TuS Bannberscheid
17:20 (9:7)
Voller Optimismus war Irmenachs Coach
Burkhard Praeder in die Partie gegen den
Tabellennachbarn gegangen, vollkommen
desillusioniert war er nach dem Spiel.
Seine Mannschaft hatte die guten
Trainingseindrücke nicht mit in die
Partie genommen und musste sich den
Gästen geschlagen geben. "Das Team war
gegenüber den Vorwochen nicht
wiederzuerkennen", monierte Praeder.
Lediglich zu Beginn zeigten die
Hausherren eine gute Leistung, konnten
mit 6:1 in Führung gehen, um dann die
Gäste Tor um Tor herankommen zu lassen.
Praeder: "Beim 16:15 haben wir einen
Siebenmeter verworfen und dann gingen
die Köpfe nach unten."
Irmenach: Christ, Kirst
- Jost (8/3),
Schug (2), Frank (2), Hensel (2), Hennen
(1), Herber (1), Kasper (1), Reuter,
Kirst (3), Emmel, Born. (ter)

Nicht immer konnten
sich die Kastellaun/Simmernerinnen so
durchsetzen wie hier Michelle Kurz (beim
Wurf). Kurz traf gegen Neustadt beim
19:19 zweimal. Foto: Verena Schmidt