|
Handball im
Fokus
Erster "Stammtisch"
LAUTZENHAUSEN. Dem demografischen Wandel
und dem neuen Schulsystem mit
Eigeninitiative und Kooperation trotzen -
das waren die wichtigsten Erkenntnisse des
ersten Handballstammtisches im Hunrück. 20
Vertreter von den vier Vereinen HSG
Irmenach/Kleinich/Horbruch, SG Gösenroth/Laufersweiler,
HSG Kastellaun/Simmern und TV Morbach hatten
sich trotz widriger Witterungsverhältnisse
zu dem Treffen in Lautzenhausen eingefunden,
um zusammen mit dem prominenten Moderator
Alexander Licht, Mitglied des
rheinland-pfälzischen Landtags, über
gemeinsame Probleme und vor allem auch
gemeinsame Lösungsansätze zu sprechen.
"Es hat sich schnell herausgestellt,
dass alle Vereine vor allem mit einer Sache
zu kämpfen haben", so der Irmenacher
Vorsitzende Bernd Kirst: "Es wird immer
schwieriger, die Jugend in den Verein zu
bringen." Zunehmende Mobilität, vermehrte
Angebote und der Ausbau der Ganztagsschulen
sind die Hauptgründe.
"Das Ziel des
Treffens ist es nicht gewesen,
Eifersüchteleien zwischen den Vereinen
aufkeimen zu lassen, sondern die Probleme
gemeinsam anzugehen", sagte Licht. Im
Klartext heißt das: Es sollen qualifizierte
Übungsleiter in den Schulen eingesetzt
werden, die den Kindern das Handballspielen
schmackhaft und den Verein interessant
machen sollen. "Es gibt jede Menge Ansätze",
so Kirst. "Das erste Treffen sollte als
Sondierungsgespräch dienen. Jetzt gilt es,
zu handeln statt zu jammern", ergänzt der
Irmenacher Klubchef.
Dass es den
Vereinen ernst ist, zeigt die Tatsache, dass
bereits für den 6. März das nächste Treffen
anberaumt ist. Es heißt aber auch, dass noch
viel Arbeit auf die Klubs wartet. Neben der
Jugendförderung soll die Zusammenarbeit
zwischen den Vereinen künftig noch
intensiver gefördert werden. "Wir müssen uns
das jetzt Stück für Stück erarbeiten -
gemeinsam", sagt Kirst. Der Anfang wurde
gemacht. (ter)
Rhein-Hunsrück-Zeitung vom Samstag, 16.
Januar 2010, Seite 12.
|